Rottenburg. 2. November 2016. Mit einem Förderplan will die Diözese Rottenburg-Stuttgart den Anteil von Frauen in Leitungsverantwortung weiter erhöhen. Der Plan „Frauen in Führungspositionen“ (FiF) sieht bis 2020 als Zielvorgabe einen Frauenanteil von mindestens 30 Prozent bei Führungsstellen in möglichst allen Budgetbereichen vor.
Diözese Rottenburg-Stuttgart beschließt Frauenförderplan – Konzept „TopSharing“
Von dem Plan ausgenommen sind Stellen, die dem Weiheamt vorbehalten sind, also in der katholischen Kirche Männern. Ein Konzept „TopSharing“ ermöglicht das Halbieren von Führungsstellen. Um dem dadurch erhöhten Abstimmungsbedarf gerecht zu werden, bekommen solche Tandem-Stellen einen Zuschlag im Stellenumfang von 20 Prozent.
Zwei Führungstandems sind nach Angaben der Projektleiterin und scheidenden Gleichstellungsbeauftragten Susanne Traulsen bereits als Pilotprojekte gestartet, nach drei Jahren ist eine Evaluierung vorgesehen. Bis zu sechs solcher Stellen können ab sofort zunächst auf Experimentierbasis eingerichtet werden. Bei der Besetzung von Führungsstellen ist gemäß FiF die Gleichstellungsbeauftragte von Anfang an einzubeziehen. Ausschreibungen von Führungsstellen müssen für Bereiche, in den der Frauenanteil unter 30 Prozent liegt, eine ausdrückliche Einladung an Frauen enthalten, sich zu bewerben. Fortbildungsmaßnahmen, so der Förderplan, müssen so angeboten werden, dass leitende Frauen, besonders jene auf geteilten Stellen, dafür die Zeit aufbringen können.
Kontakt: Büro der Gleichstellungsbeauftragten,