Carsten Offers leitet Veriefungsgruppe zur (Un-)Abhängigkeit des kirchlichen Arbeitsrechts
Am 10. und 11. März 2025 fand in Eichstätt die 27. Fachtagung zum kirchlichen Arbeitsrecht statt. Unter dem Titel „Kirchen im Sturm – Kirchliches Arbeitsrecht als Anker?!“ wurde diskutiert, welche Rolle das kirchliche Arbeitsrecht angesichts aktueller gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Herausforderungen spielen kann. Experten aus Wissenschaft, Kirche und Praxis beleuchteten in Vorträgen und Vertiefungsgruppen zentrale Entwicklungen und rechtliche Fragestellungen.
Auch unser Sprecher Carsten Offers (ZAK-MAS) leitete gemeinsam mit Melanie C. Baumann (ehemalige Referentin der ZAK-MAS) eine Vertiefungsgruppe, die sich mit der Frage beschäftigte: „Wie eigenständig müssen/dürfen/sollen die Ergebnisse des Dritten Weges sein?“. Die beiden Referenten untersuchten die (Un-)Abhängigkeit des Dritten Weges von innerkirchlichen Strukturen, politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der allgemeinen Tariflandschaft. Dabei wurde deutlich, dass eine vollständige Unabhängigkeit weder realistisch noch zielführend ist. Vielmehr müsse ein Gleichgewicht gefunden werden, das einerseits die kirchlichen Werte wahrt, andererseits aber auch die arbeitsrechtlichen Realitäten und wirtschaftlichen Herausforderungen berücksichtigt.
Die lebendige Diskussion verdeutlichte, dass der Dritte Weg auch unter veränderten Bedingungen ein relevantes Modell der Tarifeinigung bleibt – jedoch mit einem stetigen Anpassungsbedarf an wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen.